Abschiedsgeschenk Kita: 20 Ideen, die die Kinder selbst machen
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Das Kita-Jahr endet, die Vorschulkinder gehen, und der Elternbeirat fragt in die Gruppe: Was schenken wir der Erzieherin? Die ersten Antworten sind immer dieselben: Blumen, Gutschein, Pralinen. Das ist nett, aber es ist nicht von den Kindern. Hier stehen zwanzig Ideen, bei denen die Kinder selbst etwas machen, sortiert nach Aufwand, mit einem Zeitplan für die letzten vier Wochen und einer ehrlichen Einschätzung, was davon wirklich bei der Erzieherin ankommt.
Inhalt7 Abschnitte
- Was Erzieherinnen sich wirklich wünschen
- Ideen, die die Kinder allein machen (klein, bis 30 Minuten pro Familie)
- Ideen für die ganze Gruppe (mittel, ein Nachmittag mit dem Elternbeirat)
- Ideen mit mehr Aufwand (groß, mehrere Wochen)
- Zeitplan: vier Wochen bis zum Abschlussfest
- Was nicht funktioniert
- Die Idee, die alles zusammenbringt
Was Erzieherinnen sich wirklich wünschen
Fragt man Erzieherinnen, was vom Abschied bleibt, nennen sie fast nie das Geschenk, sondern das, was die Kinder gesagt oder gemacht haben: das Bild, auf dem sie erkennbar ist, der Satz, den ein Kind zu Hause diktiert hat, die Stimme, die „Tschüss, Frau Yilmaz“ sagt. Die Faustregel für das Abschiedsgeschenk in der Kita lautet deshalb: Die Kinder machen den Inhalt, die Eltern machen den Rahmen.
Dazu kommen drei praktische Dinge: Es muss in vier Wochen fertig werden, es muss mit zwanzig Familien funktionieren, von denen fünf nie auf Nachrichten antworten, und es darf nicht viel kosten, weil die Kasse des Elternbeirats klein ist.
Ideen, die die Kinder allein machen (klein, bis 30 Minuten pro Familie)
- Sprachnachricht von jedem Kind: Zu Hause auf dem Sofa, eine Frage („Was möchtest du Frau Yilmaz sagen?“), das Handy läuft mit. Zwanzig Sekunden pro Kind, zusammengeführt auf einer Seite. Die Idee mit dem größten Effekt bei kleinstem Aufwand.
- Ein gemaltes Bild von der Erzieherin: Jedes Kind malt sie, wie es sie sieht. Zwanzig Versionen derselben Person, abfotografiert und gesammelt, sind rührend und komisch zugleich.
- Handabdrücke als Blumenwiese: Jeder Abdruck eine Blüte, der Name darunter. Auf Leinwand oder als Foto für die gemeinsame Seite.
- „Mein Lieblingsmoment“: Jedes Kind erzählt einen Moment aus der Kita, die Eltern schreiben ihn auf oder nehmen ihn auf.
- Ein Wunsch für die Erzieherin: „Ich wünsche dir …“, vom Kind gesagt, von den Eltern notiert, als Karte oder Eintrag.
- Ein Foto vom Kind mit einem Schild: „Danke für drei Jahre“ oder einfach dem Namen. Zusammen ergibt das die Gruppe.
Ideen für die ganze Gruppe (mittel, ein Nachmittag mit dem Elternbeirat)
- Erinnerungsbuch, in dem jede Familie eine Seite hat: Foto, Bild vom Kind, zwei Sätze der Eltern. Gedruckt oder digital, mit den Sprachnachrichten verlinkt.
- Gruppenvideo: Jedes Kind sagt einen Satz in die Kamera, zusammengeschnitten zu drei Minuten. Braucht jemanden, der schneiden kann.
- Das Lied vom Morgenkreis, von den Kindern gesungen und aufgenommen. Die Erzieherin kennt es, die Kinder können es, und es gehört zu dieser Gruppe.
- Ein Rezeptbuch der Kinder: Was sie am liebsten in der Kita gegessen haben, mit Zeichnungen und dem, was sie glauben, wie man es kocht.
- Ein Baum oder Strauch für den Kita-Garten, eingepflanzt von den Kindern, mit einem Schild mit allen Namen. Wächst mit den nächsten Gruppen.
- Ein Fotoalbum vom Kita-Jahr: Ausflug, Fest, Garten. Die Fotos haben die Eltern ohnehin; es fehlt nur jemand, der sie einsammelt.
- Eine Karte mit QR-Code: Außen gemalt von den Kindern, innen der Code zur Seite mit allen Nachrichten. Verbindet die Bastelidee mit den Stimmen.
Die Seite, auf der alle Ideen zusammenkommen.
Ideen mit mehr Aufwand (groß, mehrere Wochen)
- Ein gemaltes Gruppenbild auf Leinwand, bei dem jedes Kind sich selbst malt. Braucht einen Vormittag in der Kita und eine Leinwand, die groß genug ist.
- Ein Hörbuch der Gruppe: Jedes Kind erzählt eine kurze Geschichte oder einen Witz, zusammengeschnitten mit dem Lied vom Morgenkreis.
- Ein Bilderbuch über die Erzieherin, gezeichnet von den Kindern, mit einem Text pro Seite. Drucken lassen oder digital zusammenstellen.
- Ein Schulranzen-Foto-Projekt: Jedes Vorschulkind mit Ranzen, dazu der Satz, was es in der Schule lernen will. Für die Erzieherin, die sie dahin gebracht hat.
- Eine Zeitkapsel: Jedes Kind legt einen Gegenstand und einen Satz hinein, die Erzieherin öffnet sie in einem Jahr. Charmant, aber die Wirkung kommt spät.
- Ein Kalender für das nächste Jahr mit zwölf Bildern der Kinder. Nützlich, aber nach einem Jahr vorbei.
- Eine Patenschaft oder Spende im Namen der Gruppe, wenn die Erzieherin das lieber hat als Dinge. Vorher fragen.
Zeitplan: vier Wochen bis zum Abschlussfest
- Woche 4: Elternbeirat entscheidet die Idee und schreibt eine Nachricht in die Gruppe mit einem festen Abgabetermin. Ein Satz, ein Link, ein Datum.
- Woche 3: Familien nehmen zu Hause auf oder malen. Wer nichts hört, bekommt eine persönliche Nachricht, nicht noch eine in die Gruppe.
- Woche 2: Erinnerung drei Tage vor dem Termin. Fehlende Familien direkt anschreiben; drei Sätze reichen, eine Sprachnachricht dauert eine Minute.
- Woche 1: Zusammenstellen, Karte mit QR-Code basteln oder drucken, Reihenfolge festlegen. Am Fest überreichen, am besten so, dass die Kinder dabei sind.
Was nicht funktioniert
- Die Umschlag-Karte im Flur: Die Hälfte sieht sie nie, und am Ende stehen sieben Namen drauf.
- Gutscheine allein: Nützlich, aber niemand erinnert sich an einen Gutschein. Wenn Gutschein, dann als Beilage zu etwas von den Kindern.
- Alles, was die Eltern allein machen: Ein Fotobuch, das Mama gestaltet hat, ist ein Geschenk von Mama. Die Kinder sollen erkennbar sein.
- Zu viel: Ein Geschenk, das Wochen braucht, scheitert an den fünf Familien, die nicht antworten. Lieber eine kleine Idee, die alle schaffen.
Die Idee, die alles zusammenbringt
Fast alle Ideen oben enden an derselben Stelle: Es gibt Bilder, Fotos, Sätze und Stimmen von zwanzig Kindern, und jemand muss sie zusammenbringen. Eine gemeinsame Seite macht genau das. Jede Familie bekommt den Link, nimmt zu Hause die Sprachnachricht des Kindes auf, fotografiert das gemalte Bild ab und schreibt zwei Sätze. Der Elternbeirat sieht, wer schon dabei ist, und erinnert gezielt.
Am Abschlussfest bekommt die Erzieherin eine Karte mit QR-Code, die die Kinder bemalt haben, und dahinter zwanzig Stimmen, zwanzig Bilder und zwanzig Sätze. Das ist das Abschiedsgeschenk, das von den Kindern kommt, in vier Wochen fertig wird und nichts kostet, außer der einen Minute pro Familie.
Fragen
Gut zu wissen
Wie viel Geld gibt man für ein Abschiedsgeschenk in der Kita aus?
Üblich sind fünf bis zehn Euro pro Familie, oft weniger. Die Ideen oben brauchen fast kein Geld; was zählt, ist, dass die Kinder erkennbar sind. Ein Gutschein kann dazukommen, muss aber nicht.
Was schenkt man einer Erzieherin, die in Rente geht?
Dasselbe wie zum Abschied, nur mit mehr Zeit: Sprachnachrichten der Kinder, Fotos aus den Jahren, Sätze der Eltern. Wer ehemalige Familien erreicht, lädt sie dazu. Vierzig Jahre Kita verdienen mehr als eine Gruppe.
Was, wenn die Kinder noch sehr klein sind?
Dann sprechen sie oder machen Handabdrücke. Ein Zweijähriges, das „Tschüss“ in die Sprachnachricht ruft, ist das Geschenk. Die Eltern schreiben den Satz dazu.
Wie überreicht man das Geschenk?
Beim Abschlussfest, wenn die Kinder dabei sind: Karte mit QR-Code oder ein Tablet, auf dem die Erzieherin die erste Nachricht gleich anhört. Alles andere kann sie zu Hause in Ruhe ansehen.
