Abschiedskarte für Kollegen: Was schreibt man? 40 Texte für jeden Ton
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Die Karte liegt auf dem Schreibtisch, drei Kollegen haben schon unterschrieben, und jetzt bist du dran. „Alles Gute“ steht schon zweimal drauf. Hier stehen Sätze für die Abschiedskarte, die etwas sagen: für den Jobwechsel, den letzten Arbeitstag, die Elternzeit, für Kolleginnen, mit denen du eng warst, und für die, die du nur vom Flur kennst.
Die drei Teile eines guten Abschiedstextes
Fast jeder gute Text für eine Abschiedskarte besteht aus drei Teilen, und jeder Teil ist ein Satz: ein Danke für etwas Konkretes, eine Erinnerung, die beide kennen, ein Wunsch für das, was kommt. Wer die drei Sätze hat, hat die Karte. Wer nur Zeit für einen hat, nimmt den ersten.
- Danke für etwas Konkretes: nicht „für die gute Zusammenarbeit“, sondern „dass du mir im März den Rücken freigehalten hast“.
- Eine Erinnerung, die nur ihr beide habt: die Nachtschicht vor dem Launch, der kaputte Drucker, der Kaffee um sieben.
- Ein Wunsch, der zur Person passt: für den neuen Job, die Elternzeit, das Jahr auf Reisen.
- Ton wie im Alltag. Wer sich im Büro geduzt hat, duzt sich auf der Karte.
Texte für die Abschiedskarte beim Jobwechsel
10 TexteDie Kollegin geht zu einem anderen Arbeitgeber. Der Text darf stolz klingen, nicht traurig.
Du gehst, und mit dir geht die beste Antwort auf „Wer weiß, wie das geht?“. Die neuen Kollegen haben Glück.
Danke für drei Jahre, in denen ich nie allein in einem Meeting saß. Du fehlst ab Montag.
Dein neuer Job hat eine Kollegin gewonnen, die wir nicht freiwillig hergegeben hätten.
Man merkt erst, wie gut ein Team war, wenn jemand geht. Wir merken es gerade.
Für jeden Kaffee, jeden Rat und jedes „Lass uns das kurz zusammen anschauen“: Danke.
Du hast hier Spuren hinterlassen. Nicht nur im Code, auch im Team.
Die neuen Kollegen wissen noch nicht, was auf sie zukommt. Wir beneiden sie darum.
Geh, mach es dort genauso gut wie hier. Und komm zum Sommerfest.
Du warst die Kollegin, die man anruft, wenn alles brennt. Jetzt müssen wir löschen lernen.
Neuer Job, neue Stadt, neue Kaffeemaschine. Aber die gleiche Energie, das wissen wir.
Texte für den letzten Arbeitstag
8 TexteFür den Tag selbst, wenn die Karte beim Umtrunk überreicht wird. Kurz genug, um vorgelesen zu werden.
Heute ist dein letzter Tag hier, aber nicht der letzte Tag, an dem wir an dich denken.
Dein Schreibtisch ist leer. Unser Chat wird es nie sein.
Danke für jedes „Wir kriegen das hin“. Du hattest jedes Mal recht.
Mach’s gut. Und mach es so, wie du alles gemacht hast: gründlich und mit einem Spruch für jeden.
Letzter Tag, letzter Kaffee, letzter Spruch von dir. Den letzten merken wir uns.
Es war nicht immer leicht, aber mit dir war es immer leichter.
Du hast hier angefangen, als wir noch zu fünft waren. Du gehst, und wir sind ein Team geworden. Das war auch dein Werk.
Wir winken dir heute hinterher und schreiben dir morgen trotzdem.
Die Abschiedskarte, in der alle eine Seite bekommen.
Texte zum Abschied in die Elternzeit
6 TexteEin Abschied auf Zeit. Der Text darf sich freuen, ohne dass er so klingt, als käme die Kollegin nie zurück.
Du gehst für eine Weile, aber dein Platz bleibt frei. Wir passen darauf auf.
Die beste Projektleiterin, die wir haben, übernimmt ein neues Projekt. Es wird das wichtigste.
Schlaf, wenn das Kind schläft, sagen alle. Wir sagen: Komm zurück, wenn du so weit bist.
Danke für alles bis hierher. Das Team hält die Stellung, du hältst das Baby.
Wir freuen uns mit dir und ein bisschen auf dich: Nach der Elternzeit bist du wieder dran.
Für die nächsten Monate gilt: keine Mails, keine Meetings, nur Windeln und Wunder.
Lustige Texte für die Abschiedskarte
7 TexteHumor für Kollegen, mit denen man gelacht hat. Immer über den gemeinsamen Alltag, nie über die Person.
Ab Montag müssen wir unsere Probleme selbst lösen. Wir sind uns noch nicht sicher, wie.
Du hinterlässt eine Lücke, einen vollen Kalender und zwei Pflanzen, die wir sicher nicht überleben lassen.
Dein letzter Tag ist unser erster Tag ohne jemanden, der den Drucker versteht.
Wir haben überlegt, dich einfach nicht gehen zu lassen. Die Personalabteilung war dagegen.
Vergiss uns nicht. Wir vergessen dich sicher nicht, allein wegen der Mails, die du hinterlässt.
Zum Abschied noch ein Tipp für den neuen Job: Sei nicht so gut, dass sie dich auch behalten wollen.
Du gehst, die Kaffeemaschine bleibt. Wir wissen nicht, wer von beiden mehr vermisst wird. Doch, wir wissen es.
Kurze Sätze neben der Unterschrift
9 TexteWenn auf der Karte nur noch ein Rand frei ist.
Danke für alles. Bis bald.
Du wirst fehlen. Wirklich.
Mach’s gut, und melde dich.
Alles Gute für den nächsten Schritt.
Von Herzen Danke.
Nicht traurig sein, wir sehen uns beim Sommerfest.
Bleib, wie du bist. Nur woanders.
Für die neuen Kollegen: Ihr habt Glück.
Unsere Tür bleibt offen.
Wenn die Karte zu klein ist
Zwölf Leute, eine Karte, und nach vier Sätzen ist das Papier voll. Die Kollegin im Homeoffice unterschreibt gar nicht, die Spätschicht sieht die Karte erst, wenn sie schon überreicht ist. Das ist der Grund, warum auf Abschiedskarten so oft nur Namen stehen.
Eine gemeinsame Seite löst das: Jede Person bekommt ihren Platz, schreibt einen der Sätze von oben oder einen eigenen, legt ein Foto vom Teamtag dazu oder spricht zwanzig Sekunden ein. Der Link geht in den Team-Chat, fertig ist die Karte am letzten Tag, auch mit den Kolleginnen, die an dem Tag nicht da sind.
Fragen
Gut zu wissen
Was schreibt man in eine Abschiedskarte für eine Kollegin, die man kaum kennt?
Einen ehrlichen, kurzen Satz: „Wir haben wenig zusammengearbeitet, aber jedes Mal gern. Alles Gute für den neuen Weg.“ Das ist besser als ein erfundener Insider.
Wie fängt man eine Abschiedskarte an?
Mit dem Namen und dem Anlass in einem Satz: „Liebe Jana, nach sieben Jahren gehst du …“. Danach kommt das Danke für etwas Konkretes. Die Anrede „Hallo“ ist zu wenig, „Sehr geehrte“ zu viel.
Was schreibt der Chef in die Abschiedskarte?
Was die Person für das Team geleistet hat, in einem konkreten Beispiel, und ein Dank für die Zusammenarbeit. Kein Zeugnis, keine Floskeln aus der Beurteilung. Zwei bis drei Sätze reichen.
Abschiedskarte oder Abschiedsgeschenk?
Beides zusammen wirkt am besten, wenn die Karte das Persönliche trägt und das Geschenk klein bleibt. Eine Karte, in der jede Person wirklich etwas schreibt, ist für viele das eigentliche Geschenk.
